Gatopción

Projekt GATOPCIÓN wurde von den Katzenfreunden Felicitas und Marcel Heyne ins Leben gerufen, die seit einiger Zeit auf Gran Canaria leben. Bei ihrem Umzug von Deutschland auf die Insel brachten Felicitas und Marcel nicht nur die eigene Katze Banni mit, sondern auch eine große Portion Tierliebe.

Schon auf früheren Urlauben auf dem spanischen Festland wie auch den spanischen Inseln beschäftigte die beiden das Thema Tierschutz sehr und beim Surfen im Internet stieß Felicitas schließlich auf ARYCAN-patita und stellte erfreut fest, dass es auf Gran Canaria bereits deutsche Tierfreunde wie Andrea Hansen gibt, die sich für die Hunde und Katzen in der Auffangstation engagieren. Sie zögerte nicht lange und nahm per mail Kontakt mit Andrea auf, um nach zu fragen, ob sie helfen könne. Man vereinbarte ein Treffen und von da an ging alles sehr schnell.

Andrea zeigte Felicitas und Marcel die Auffangstation, berichtete von ihren langjährigen Erfahrungen und Erlebnissen und offenbarte dabei auch ihr Bedauern über fehlende Zeit, die sie für die Hunde aufbringen kann, ihr für eine ebenso intensive Betreuung der Katzen aber fehlt. Das war Felicitas und Marcels Stichwort ! Sie beschlossen, ab sofort diesen Teil der Arbeit zu übernehmen und nach Wegen und Möglichkeiten zu suchen, die Situation der Katzen in der Auffangstation zu verbessern und ihre Vermittlungschancen zu erhöhen.

Andreas Vorschlag folgend, richteten Felicitas und Marcel ein kleines Extra-Gehege ein, in dem nicht mehr als höchstens 8 - 10 Katzen Platz haben und nahmen es als "ihr" Gehege unter ihre Fittiche. Das Gehege wurde mit Hilfe von Regalen, einem neuen Kratzbaum und Katzenkörbchen eingerichtet. Seither wirken die "Insassen" dort deutlich weniger gestresst - als Reviertiere ist es für sie ohnehin schwierig, zu mehreren auf kleinem Raum eingesperrt zu sein.

Zweimal die Woche sorgen Felicitas und Marcel auch selbst für eine gründliche Reinigungsaktion, kaufen neues Katzenstreu, spielen und schmusen ein bisschen mit den Tieren. Nie haben sie genug Hände, um die Bedürfnisse aller Katzen nach Streicheleinheitem zu befriedigen.

Große Sorgen macht nach wie vor der Gesundheitszustand der großen Anzahl von Katzen in den beiden großen Gehegen (Katzen und Kater getrennt). Katzenschnupfen, Durchfall und Augenentzündungen sind sehr verbreitet, natürlich auch Parasiten aller Art. Da bisher die neu eintreffenden Katzen einfach mit in die Gehege gesetzt werden, ohne vorher eine Quarantäne zu durchlaufen, bringen viele von ihnen immer wieder neue Infektionen mit und stecken einander neu an. Die meisten Katzen sind weder kastriert noch geimpft oder auf Katzenkrankheiten wie FIV oder Leukose getestet. In diesem Zustand kann man sie nicht guten Gewissens an ein neues Zuhause vermitteln. Die Tierärzte im Albergue (Auffangstation) sind jedoch mit der Arbeit an den Hunden und eventuellen Notoperationen bei den Katzen so ausgelastet, dass dafür weder Zeit noch Geld übrig ist.

Eindrücke vom Großgehege der Katzen

Eindrücke vom Großgehege der Kater

Deshalb haben Felicitas und Marcel, ebenfalls nach dem Vorbild von Andrea, die für die ARYCAN-Hunde schon länger eine eigene Tierärztin stundenweise beschäftigt - Bea, eine junge Tierärztin, für diese Arbeit angeheuert. Vorerst drei Stunden pro Woche wird sie sich nur um die Gesundheit der Katzen kümmern.

Die acht Katzen im neu eingerichteten kleinen Gehege sind in der Zwischenzeit kastriert bzw. sterilisiert, auf die gängigen Katzenkrankheiten getestet und geimpft. Auch in den beiden großen Gehegen hat Bea angefangen, Erkrankungen zu behandeln und Antibiotika zu spritzen. Der bisherige Plan ist einfach beschrieben: Die Katzen aus dem kleinen Gehege schnell in gute Hände zu vermitteln, damit weitere Katzen in möglichst gutem Gesundheitszustand aus den großen Gehegen nachrücken können, die folgerichtig ebenfalls kastriert und "adoptionsfertig" gemacht werden.

Das Projekt GATOPCIÓN ist in Kooperation und nach Absprache mit ARYCAN-patita schwerpunktmäßig darauf ausgerichtet, die Katzen des Albergue vor Ort zu vermitteln - und bleibt nicht ohne Erfolg: Innerhalb der wenigen Monate konnten bereits einige Stubentiger ein Zuhause auf der Insel finden!

 

Einzelne Katzen, für die sich auf Gran Canaria keine Chance eröffnet, werden zukünftig jedoch auch ihren Weg über die Katzenvermittlung von ARYCAN-patita gehen.