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Am 03.06.2010 nahm Andrea auf persönliche Einladung an einem ganztägigen Seminar teil, das über den leider noch fahrlässigen und sorglosen Umgang mit allerlei Giftstoffen sowohl in der Landwirtschaft wie auch in der Bevölkerung auf Gran Canaria informierte. So werden abgesehen von der Verunreinigung und Vergiftung der Böden auch viele Tiere - beabsichtigt wie auch unbeabsichtigt - getötet ! Hier eine Kopie des entsprechenden Info-Flyers - Bitte unten weiterlesen !
Die Themen sind sehr gut von zwei Berichten zusammen gefasst, die vor Stattfinden des Seminars und anschließend erschienen: Veröffentlicht von AVAFES: Mittwoch, 26. Mai 2010 AVAFES klagt die unsachgemäße Verwendung von Gift zum Schaden der Tiere an Die tierärztliche Vereinigung der Kanaren für die Betreuung exotischer und wilder Tiere (AVAFES) beklagte heute die unsachgemäße Verwendung von Pflanzenschutz- und Insektenbekämpfungsmitteln sowie anderen Giften auf den Kanaren, was für das Überleben zahlreicher Tierarten eine große Gefahr darstelle. „Dies hat schlimme Auswirkungen auf die Vogelwelt. Besonders betroffen sind Greifvögel wie der kanarische Mäusebussard (aguilillas) und der Turmfalke (cernícalo), da es sich bei diesen Tieren um Aasfresser handelt, die die toten vergifteten Tiere fressen“, erklärte Alejandro Suárez, Vorsitzender der tierärztlichen Vereinigung AVAFES, der spanischen Nachrichtenagentur Efe. Aufgrund der unkontrollierten Giftverwendung auf dem Land sind einige Vogelarten wie der Schmutzgeier (guirre) und der Rotmilan (milano real) seit längerem schon nicht mehr auf Gran Canaria beheimatet, und Raben (cuervos) stehen am Rande des Aussterbens. „Die illegale und übertriebene Verwendung von Giften auf dem Land der Kanarischen Inseln ist äußerst beunruhigend, ebenso wie der Gebrauch von Insektenbekämpfungsmitteln. Es wird nicht daran gedacht, dass diese Gifte über die Nahrung aufgenommen werden“, hob Suárez hervor. Die falsche Verwendung von Pflanzenschutzmitteln ist zum einen auf das erhöhte Auftreten von Plagen auf den Kanaren zurückzuführen, zum anderen auf das unsachgemäße Einsetzen dieser Pflanzenschutzmittel von Landwirten, die keine dementsprechende Ausbildung erhalten haben. Suárez betonte, dass beispielsweise Rattengift von den Inselregierungen und Gemeindeverwaltungen an die Land- und Viehwirte verschenkt werde, ohne zu berücksichtigen, welche Auswirkungen dies auf die anderen Tiere habe. Außerdem werde von den Jägern Gift eingesetzt, um die verwilderten Katzen zu beseitigen, weil sie sie als Jagdrivalen betrachteten. Auch Hunde und andere Tiere fressen oftmals das Gift und verenden. „Obwohl die unkontrollierte Verwendung von Gift eine Umweltstraftat darstellt, ist es sehr schwierig, diese aufzudecken, weil man die Täter auf frischer Tat ertappen müsste“, erklärte Suárez. Um die Öffentlichkeit auf die Gefahren dieser falschen Gifteinsetzung auf dem Land aufmerksam zu machen, findet am kommenden 3. Juni in der Fakultät für Veterinärmedizin der Universität von Las Palmas de Gran Canaria das „I. Seminar über die illegale Verwendung von Giftstoffen in der Natur der Kanarischen Inseln“ statt. Das Seminar richtet sich an alle, die die Bekämpfung der illegalen Verwendung von Giftstoffen im Naturraum der Kanaren zur Aufgabe haben, sowohl Umweltbeauftragte als auch die Naturschutzeinheit SEPRONA und Fachleute der verschiedenen Ressorts. Es richtet sich auch an die Vertreter der Gruppen der Jäger, Viehwirte, Landwirte, Vereinigungen zum Schutz von Umwelt und Fauna, lokalen Einsatzgruppen, Tierärzte und Biologen, damit sich alle vereint darum bemühen, das Problem zu lösen. Medio Ambiente - das kanarische Ministerium für Umwelt und Gebietsschutz (Medio Ambiente y Ordenación Territorial) veröffentlichte 1 Woche nach dem Seminar diesen Bericht: 10.06.10 Jäger, Landwirte, Tierärzte und die Verwaltung bekämpfen die illegale Verwendung von Gift auf den Kanaren
Im Verlauf dieses Seminars, das von der tierärztlichen Vereinigung der Kanaren für die Betreuung exotischer und wilder Tiere (AVAFES) und der Stiftung Félix Rodríguez de la Fuente organisiert wurde, versicherten Vertreter der ländlichen Regionen, Beamte der Naturschutzeinheit der Guardia Civil (Seprona), Umweltbeamte und Sachverständige für den Erhalt von wild lebenden Arten, dass sie ihre Bemühungen zur Abschaffung dieser Art von Substanzen verschärfen werden, um die Tiere im Naturraum zu kontrollieren. In dieser Hinsicht sei es von „entscheidender Bedeutung“, den großen Schaden zu erkennen, den diese Straftaten auf die kanarische Biodiversität und die Öffentliche Gesundheit mit sich bringen. Laut Aussagen des beauftragten Staatsanwalts für Umwelt und Stadtplanung von Las Palmas, Javier Rodenas, der ebenso am Seminar teilnahm, stellt „das Gift die größte Gefahr für die wild lebenden Tiere dar“. Er wies darauf hin, dass „sich geschützte Arten der Kanaren wie Schmutzgeier (guirre), Rabe (cuervo) und Mäusebussard (aguililla) aufgrund dieser illegalen Praktiken in einer Grenzsituation befinden, auch wenn derzeit keine offiziellen Statistiken vorliegen“. Er fügte hinzu, dass „aus demselben Grund jedes Jahr Hunderte von Hunden und Katzen verenden, sowohl Haustiere als auch verwilderte.“ Die Fachleute kamen ebenso zu dem Schluss, dass zur Bekämpfung dieses Missstandes „die Ausarbeitung eines Protokolls über den Kampf gegen das Gift unumgehbar ist, um die Täter polizeilich verfolgen zu können. Außerdem muss jeder einzelne Fall einem zuständigen Beamten gemeldet und diesbezüglich Anzeige bei Gericht erstattet werden“. Die Verwaltung wurde dazu aufgefordert, „die verschiedenen toxikologischen Analysen zu gewährleisten, die vor Gericht zum Nachweis der Verwendung dieser Substanzen dienen, was mit hohen Geldstrafen und bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet wird“. Es wurde ebenfalls die Schaffung eines Ausschusses aus Vertretern aller beteiligten Gruppen oderam Erhalt der Umwelt Interessierten nahe gelegt, der sich um die Aufstellung von Statistiken kümmert und Kampagnen gegen die illegale Verwendung von Gift organisiert. „Diese Initiative wird ermöglichen, das allgemein verbreitete Gefühl der Straflosigkeit zu verbannen und ein Problem an die Öffentlichkeit zu bringen, das seit Jahren in ganz Europa verschwiegen wurde“, betonte ein weiterer Teilnehmer, Federico González, Mitglied der Stiftung zum Erhalt der Geier. Außerdem wurde befürwortet, dass durch wild lebende Arten verursachte Schäden an Vieh, bewirtschafteten Flächen oder Jagdtieren von den Verwaltungen übernommen werden sollten oder durch den Abschluss subventionierter Versicherungen abgedeckt werden könnten. Besonderer Wert wurde auf die Entwicklung umfangreicher Programme gelegt, welche die Umweltbildung in der Bevölkerung förderten, um diese Praktiken abzustellen, denn das Giftproblem betrifft gleichermaßen Viehwirte, Jäger, Landwirte und die Landbevölkerung. Besondere Erwähnung ließen die Seminarteilnehmer Félix Rodríguez de la Fuente zu seinem dreißigsten Todesjahr zuteil werden. In Spanien war er der Erste, der gegen Gift ankämpfte. Nachdem der Naturliebhaber verstorben war, breitete sich das Problem erneut in ganz Spanien aus. FÜR ANZEIGEN ÜBER DIE VERWENDUNG VON GIFT: SOS Gift 900 713 182 (kostenlose Rufnummer) oder die Notfallnummer 112 |
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