Hilfsprojekt für Amigos de Lourdes

Die Direktion des auf Gran Canaria und Teneriffa registrierten Vereins Amigos de Lourdes war so freundlich, einen ausführlichen Bericht über seine Aufgaben und Ziele zu verfassen, der unten nach zu lesen ist. Vielen Dank dafür !

Die Unterstützung von ARYCAN-patita für Amigos de Lourdes liegt zunächst schwerpunktmäßig darauf, bei der Kastration der Hunde mit zu helfen. Dafür wurden mit Tierärzten Sonderpreise für den Kastrationseingriff vereinbart. Die Kastrationstermine sind bereits festgesetzt.

Später hoffen wir, die Menschen und ihre Tiere auch weiterhin bei der tiermedizinischen Grundversorgung (spanischer Tierpass mit Eintragung der Chipnummer, vorbeugende Antiparasitenbehandlung, Tollwutimpfung, etc.) sowie anteiligen Futterkosten unterstützen zu können.

So oft wie möglich werden wir in Wort und Bild von diesem Projekt berichten, das uns sehr am Herzen liegt und würden uns sehr freuen, dabei auch Hilfe in Form von einmaligen Geldzuwendungen oder Patenschaften in freiwillig-beliebiger Höhe zu finden, die ausschließlich für dieses Projekt eingesetzt werden, Stichwort "Amigos"

Jeder Euro hilft - Herzlichen Dank !

Georg M. 50 €
Robert W. 10 €
Andrea R. 10 €
Susanna W. 50 €
Marion B. 20 €
Lydia P. 25 €

Berichte und Fotos von Hunden, denen bereits geholfen werden konnte, sind hier zu finden

 

 

Der gemeinnützige und nicht gewinnorientierte Verein AMIGOS DE LOURDES ist auf Gran Canaria und auf Teneriffa tätig. Er ist im Vereinsregister der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln unter der Nummer 4552 (G1/S1/4552-91/GC) und der Steuernummer G35213222 eingetragen und wurde von der Generaldirektion für Sozialdienste (Dirección General de Servicios Sociales) als unterstützende Vereinigung mit der Nummer LP/GC/08/159 anerkannt, deren Hauptziel es ist, junge drogenabhängige Menschen wieder in die Gesellschaft ihres Umfeldes einzugliedern.


Die Aufgaben des Vereins umfassen unter Anderem die Aufnahme folgender Menschen (und Tiere)

  • Drogenabhängige
  • Alkoholiker
  • Hilfsbedürftige
  • Psychisch Kranke
  • Ausgesetzte Tiere (zur Therapieunterstützung)

Derzeit werden im Zentrum von Las Palmas 45 Patienten und im Zentrum von Santa Cruz de Tenerife 25 Patienten betreut.

Aufgrund der Wirtschaftskrise, die sich im Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 noch verschlimmert hat, nahm die Nachfrage von Menschen ohne finanzielle Mittel noch zu. Unser Ziel ist es, diesen Menschen im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterschlupf und Unterstützung anzubieten.



Wir unterstützen Patienten, die eine Therapie begonnen haben und auf den Konsum von Heroin und anderen Substanzen verzichten wollen. Wir helfen ihnen dabei, sie körperlich von den Missbrauchssubstanzen zu entwöhnen und sie psychisch zu stärken. Das Universitätskrankenhaus Doctor Negrín, das Hospital Insular, die Mobile Einheit für Geistige Gesundheit auf Gran Canaria und Sozialarbeiter leiten Patienten mit psychischen Problemen und andere hilfsbedürftige Menschen an uns weiter, die in Behandlung sind. Diese Zusammenarbeit besteht mittlerweile seit mehreren Jahren.

Als Therapie im Zentrum finden viermal in der Woche Versammlungen statt, in denen wir über Gott sprechen, um auf diesem Weg die innere Leere unserer Patienten zu füllen, ihr persönliches Wachstum und Selbstbewusstsein zu stärken sowie andere Werte zu fördern, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Abhängigkeiten in den Hintergrund geraten sind.

In unserer Therapie spielen auch Tiere eine wichtige Rolle. Dabei kommen meist ausgesetzte Hunde, Katzen und andere Haustiere zum Einsatz, die vom Verein aufgenommen wurden.

Die Tiere mit ihren therapeutischen Eigenschaften sind unsere Verbündeten und Partner, wenn es darum geht, Depressionen und Angstzustände zu bekämpfen. Die Beziehung, die sich zwischen Tier und Patient aufbaut, spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Beziehungsfähigkeit und bedingungslose Liebe geht.

Heimtiere haben einen positiven Einfluss auf das menschliche Verhalten. Über die Jahre hinweg haben wir feststellen können, dass der Einsatz von Tieren in der Therapie sehr zufriedenstellende Ergebnisse mit sich bringt. Die Anwesenheit von Heimtieren und die Interaktion der Patienten mit ihnen helfen bei Depressionen und Angstzuständen, verbessern den Gemütszustand und den Charakter, erhöhen die selbständige Mobilität, stärken das Selbstbewusstsein, mindern das Einsamkeitsgefühl und tragen dazu bei, dass Menschen lernen, ihre Gefühle zu zeigen.

Drogenabhängigen mit Freiheitsentzug als Folge einer Straftat, die alle zwei Wochen bei Gericht vorstellig werden müssen, oder Drogenabhängigen mit anhängigen Verfahren auf Grund von auf ihre Abhängigkeit zurückzuführenden Delikten, bieten wir außerdem juristische und strafrechtliche Unterstützung an.

Unser Zentrum setzt sich für diese Menschen ein, damit ihre Behandlung und Rehabilitation nicht wegen Delikten unterbrochen wird, die sie auf Grund ihrer Abhängigkeit begangen haben. So sieht es die Verfassung in ihren Regelungen für Freiheitsstrafen vor.



Das Rechtssystem unterstützt unsere Arbeit und so kann es unseren Patienten mit Gefängnisstrafen ermöglicht werden, diese im Reha-Zentrum unter unserer Leitung und Aufsicht zu verbüßen. Das Zentrum hält die zuständigen Behörden von deren Entwicklung und möglichen Vorfällen während ihres Aufenthalts auf dem Laufenden.

Es handelt sich um einen nicht gewinnorientierten Verein mit nur geringen finanziellen Mitteln auf Grund fehlender offizieller Subventionen. Das Zentrum verlangt zwar von den Patienten einen individuellen Monatsbeitrag, doch weil die meisten von ihnen aus den untersten und ärmsten Gesellschaftsschichten kommen, kann der Großteil von ihnen diesen Beitrag nicht leisten. Das Zentrum übernimmt die Beiträge dieser vollkommen mittellosen Menschen und deckt deren Bedürfnisse.

Wir möchten uns hiermit herzlich bei unseren freiwilligen Helfern und den Dorfbewohnern für ihre Spenden bedanken, sowie bei Firmen, die uns in diesen schwierigen Zeiten, die unser Land erfährt, mit Lebensmitteln und anderen notwendigen Gütern unterstützen. Das Tierheim Albergue de Bañaderos und ARYCAN unterstützen uns das ganze Jahr hindurch bei der Betreuung unserer Tiere, die gechipt, geimpft und kastriert werden.

 

Danke für die Unterstützung und Bestärkung, die in dieser von Drogenabhängigkeit gezeichneten Gesellschaft so notwendig ist. Wir alle können einen Beitrag dazu leisten, das tägliche Leben dieser Menschen erträglicher zu machen.

Las Palmas de Gran Canaria, 14. November 2011

 

(Für die Übersetzung ins Deutsche danken wir Elke auf Gran Canaria)