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Lebenszeichen Aciano & Jamila

Februar 2012- Elke schreibt:

Hallo Susanna,

anbei habe ich ein paar Fotos von unserer Runde um und auf den Seen heute. Leider kam die Sonne erst raus, als wir fast wieder zuhause waren :-(( Aciano darf dort auch immer ein Stück ohne Leine laufen, weil er eh nicht ins Wasser geht und wie wir heute feststellen konnten, auch dem Eis nicht so recht traut. Ist ja auch schon etwas merkwürdig, dass man da auf einmal übers Wasser laufen kann ;-))

Außerdem gab es heute per Post neue Halsbänder mit Namen und Telefonnummer. Die beiden können sich die Nummer nicht so recht merken, darum dachte ich, es wäre gut, wenn sie sie im Notfall nur ablesen müssen :-)))

Liebe Grüße

Elke


September 2011:

Aciano und Jamila lassen uns an einem ihrer regelmässigen und abwechslungsreichen Heidespaziergänge teilhaben - herzlichen Dank dafür !

Selbstverständlich wird anschließend geruht ; )


Dezember 2010

Aciano und Jamila mögen den Winter nicht ganz so gern wie die restlichen Jahreszeiten - doch sie versuchen immer das Beste daraus zu machen ; )


Update 07.11.2010

Es kam wie es kommen musste : Armado hat seine Pflegefamilie davon überzeugt, dass sie seine Familie war, ist und bleiben wird ; )

Herzlichen Glückwunsch ACIANO :o)))


Armado lebt mittlerweile seit 10 Tagen auf seiner Pflegestelle in der Lüneburger Heide und es gibt nur Positives zu berichten:

Zwar ist er noch etwas vorsichtig und zurückhaltend, aber er wird mit jedem Tag lockerer und es läßt sich schon der fröhliche Schmuser erkennen, der er einmal sein wird, wenn er seinen Platz gefunden hat. Er hat innerhalb kürzester Zeit das Treppensteigen gelernt und wußte bereits am 2. Tag, dass sich die meisten Katzen eher nicht zum Spielen eignen. ;-)) Man kann ihn unbedingt als katzenverträglich bezeichnen, wobei es aber schon wichtig ist, dass die Katzen nicht in Angst flüchten. Denn Hetztrieb ist vorhanden, wenn auch nicht extrem ausgeprägt. Superschnell hat er die weichen Hundebetten für sich entdeckt, ins Bett der Zweibeiner muss er aber nicht zwangsläufig.

Armado sucht und liebt andere Hunde. Er freut sich über jeden Kontakt zu seinen Artgenossen und spielt sehr gern mit ihnen. Und er liebt Menschen! Jeder, der ihm begegnet, wird auf ganz sanfte, unaufdringliche Art zum Streicheln aufgefordert.. Auf das Knallen und  Böllern des nahen Truppenübungsplatzes reagiert er nicht. es scheint ihn überhaupt nicht zu stören.

Fressen ist eine seiner weiteren Leidenschaften. Wobei er eher der Geniesser ist als der Schlinger. Er erzieht sein Rudel auf jeden Fall dazu, Speisen nicht einfach irgendwo offen stehen zu lassen. Ehe sie verderben, opfert er sich gern und "entsorgt" sie. :-))

Armado kann mit einem Hundekumpel an der Seite problemlos 4-5 Stunden am Tag allein sein. Autofahren klappt gut, gehört momentan aber noch nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Es wird fleissig geübt und wird sicher kein Problem mehr sein, wenn er erst gemerkt hat, dass er immer wieder nach Hause zurückkehren darf.

Insgesamt zeigt sich Armado bereits nach kurzer Zeit als problemloser, anhänglicher, liebenswerter Schmuser, den so schnell nichts aus der Bahn wirft.

Psssst : In seiner Pflegestelle wird Armado übrigens Aciano (span.: "Kornblume") gerufen !


"Frauchen" ist der Meinung, es sei an der Zeit, von Jamilas unglaublich steiler Karriere zu berichten! Folgende bebilderte Geschichte erzählt davon  :o))

Vom Obdachlosen zum Tellerwäscher

Mein Name ist Jamila und ich möchte hier meine Geschichte erzählen – wie ich nämlich von einer Obdachlosen zum geprüften Tellerwäscher wurde. Mit meiner Geschichte möchte ich Mut machen – meinen vielen noch obdachlosen Hundekumpeln auf Gran Canaria. Gebt die Hoffnung nicht auf! Es lohnt sich, durchzuhalten und zu hoffen – auf ein neues Leben, in dem auch ihr eurer Berufung folgen könnt.

Und ich möchte all den Leuten Mut machen, die diese Geschichte lesen und mit dem Gedanken spielen, einen der vielen Obdachlosen in der Auffangstation auf Gran Canaria bei sich Zuhause aufzunehmen. Es lohnt sich unbedingt!

In meinem vorigen Leben war ich natürlich nicht immer obdachlos. Ich lebte und arbeitete bei einem Jäger. Die Jagd war allerdings nicht unbedingt mein bevorzugter Berufswunsch. Eher pflichtbewusst als mit Freude bemühte ich mich, mein Bestes zu geben. Das reichte aber dem Jäger nicht. Noch nicht einmal richtig erwachsen stand ich auch schon auf der Straße. Job- und eben obdachlos und landete schließlich in der Perrera. Eine unter ganz vielen, chancenlos, ohne Perspektive. Ehe mein Leben richtig anfing, hatte ich eigentlich schon verloren.

Aber ich hatte Glück in meinem Unglück. Andrea von der Auffangstation wurde auf mich aufmerksam. Warum, das weiß ich nicht. Vielleicht konnte sie sehen, dass irgendwo meine Berufung auf mich wartete, dass ich doch noch so viel erreichen wollte in meinem Leben und dass ich alles dafür tun würde, um meine Aufgabe zu finden. Auf jeden Fall durfte ich leben und ich durfte hoffen – auf meine große Chance.

Irgendwann war es soweit. Ich wurde losgeschickt an den Ort, der mein Heim werden, an dem ich meinen Platz finden sollte.

Tja, und dann war ich plötzlich in einem völlig neuen, fremden Leben. Nichts war mehr, wie es war. Jede Menge neue Eindrücke, Gerüche, Geräusche. Anfangs war ich schon ein wenig unsicher. Allerdings merkte ich schnell, welche Richtung die richtige für mich war. In dem, was die Menschen Küche nennen, fühlte ich mich von Anfang an so richtig wohl. Mir war klar, hier musste ich sie suchen, meine Berufung.

Meine Familie war allerdings der Meinung, ich solle mich einfach nur wohl fühlen. Arbeiten bräuchte ich nicht für mein Essen und für das Dach über meinem Kopf. Spielen, schlafen, essen, ab und an Mäuschen buddeln, mehr wurde nicht von mir erwartet.

Aber mal ehrlich – wer hält das schon auf Dauer aus?! Man braucht doch eine Aufgabe im Leben. Etwas das einen ausfüllt. Etwas Sinnvolles zu tun.

Als ich halbwegs vertraut war mit meiner neuen Umgebung, den Abläufen dort, wusste ich endlich, was ich werden wollte – Tellerwäscher! Darin lag meine Berufung! Nun galt es, die Familie von meinem Talent zu überzeugen. Immer wieder bot ich meine Hilfe beim Abwasch an. Ich wusch alles, was mir vor die Zunge kam.

Dabei merkte ich schnell, wo meine Dienste erwünscht sind und was nicht von mir abgewaschen werden soll. Mittlerweile arbeiten wir alle Hand in Hand bzw. Hand in Schnauze. Meine Abwaschkünste konnte ich schnell ausbauen und perfektionieren. Nun bin ich glücklicher geprüfter Tellerwäscher!

Tja, und sicher kennt jeder den Spruch „vom Tellerwäscher zum Millionär“ – auch das hat sich für mich erfüllt. Mittlerweile bin ich reich – reich an Liebe, die mir meine Familie entgegenbringt. Und ich gebe diese Liebe Millionenfach zurück.


Jamila, ehemals Lola - gelungene Podenca (-Mix) in den "verbotenen" Farben ; ) Sie ist das stolze Oberhaupt über eine Stubentiger-Bande - inclusive der ihr gebotenen Starallüren. oft genug aber auch ein beliebter Clown mit ungeheurem Unterhaltungswert :o))

Wann lesen und sehen wir mehr von Dir, Jamila ?

 

 

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