|
|
|---|
|
|---|
Die schlimmste aller Nachrichten für Tierfreunde und Tierschützer ist es, zu erfahren, dass einer der erst kürzlich vermittelten Schützlinge aus Süd- oder Osteuropa den neuen Haltern entlaufen ist, weil die Tiere während eines Schreckmoments oder einer in ihren Augen vermeintlichen Gefahrensituation aus dem Halsband oder Geschirr schlüpfen konnten. Bedenken Sie - selbst bei den als "souverän" beschriebenen Tieren - dass sich oft die Gegebenheiten im Herkunftsland nicht mit westeuropäischen Verhältnissen vergleichen lassen, erst recht dann nicht, wenn die Schützlinge lange und ausschließlich in einer Auffangstation gelebt haben. Sie kennen wohlmöglich keinen Straßenverkehr, nicht die Menschendichte innerhalb einer Stadt, das Leben in einem behaglichen Heim, etc. und erschrecken sich mitunter vor Etwas, das uns ganz "normal" erscheint, das sie jedoch nicht gewöhnt sind und als etwas Fremdes und Unheimliches erleben. Auch Tiere reagieren darauf mit Angst und einem Fluchtimpuls. Unterschätzen Sie deshalb niemals die Kraft, Wendigkeit und Schnelligkeit, die ein Tier in Panik freisetzen kann. Bitte investieren Sie wenigestens in eine doppelte Sicherung, am besten gleich in ein Sicherheitsgeschirr ( z.B. von Ruffwear oder Blaire) besonders, wenn Ihnen ein Schützling als scheu und ängstlich beschrieben und vermittelt wurde ! Wir legen Ihnen eine Sicherungsmethode ans Herz, die Ihr Tier davor bewahren kann, in Gefahr zu geraten und Ihnen die unendlichen Sorgen erpart, die eine solche Situation mit sich bringt. Besonders gut ist eine doppelte Sicherung umzusetzen, wenn Sie Ihren Hund sowohl ein Halsband wie auch ein Geschirr tragen lassen und eine verstellbare Leine verwenden, die an beiden Enden über einen Karabiner zum Einhaken verfügt. Einen Karbinerhaken hängen Sie am Halsband ein, den anderen am Geschirr wie auf den folgenden Beispielfotos zu sehen :
Wenn Sie dabei die Einbuße an Leinenlänge stört, können Sie zusätzlich eine sog. Koppel verwenden, ebenfalls mit je einem Karabinerhaken an jedem Ende und in der Mitte mit einem Ring ausgestattet, an den Sie die Leine hängen :
Bedenken Sie bitte außerdem : Die oben beschriebenen Maßnahmen greifen nicht, wenn Sie nicht generell das Ende der Leine, das Sie halten, zu jeder Zeit fest im Griff haben und sie Ihnen im Fall der Fälle aus der Hand gerissen wird ! Besonders wenn Sie in der Nähe regen Straßenverkehrs unterwegs sind, bieten sich für Ihr Ende der Leine diese beiden Alternativen zur zusätzlichen Sicherung an: Sicherung der Leine an einem sog. "Jogging-Gürtel" - Hängen Sie den Karbinerhaken an Ihrem Ende der Leine an den Gürtel :
Sicherung der Leine an einer Handgelenkschlaufe - Hier ein Beispiel für die Sicherung einer Flexileine
Und noch einmal: Unterschätzen Sie niemals die Kräfte, die ein Hund in Panik freisetzt ! Es wäre furchtbar, wenn Sie mit der Zugkraft des Hundes selbst verletzt werden, bzw. gemeinsam mit ihm in eine lebensgefährliche Situation geraten. Seien Sie möglichst jederzeit aufmerksam und konzentriert mit Ihrem(n) Hund(en) unterwegs ! Darüber hinaus machen wir darauf aufmerksam, dass weder Halsband gleich Halsband noch Brustgeschirrr gleich Brustgeschirr ist - schon gar nicht, wenn beide zu locker angelegt sind: Ein einfaches Geschirr wie oben und nachfolgend in unseren Beispielfotos gezeigt, ist nicht ausbruchsicher ! Ein Hund in Panik und mit unbedingtem Fluchtinstinkt wird in alle möglichen Richtungen versuchen, sich zu befreien und zu entlaufen. Das gelingt ihm trotz einfachem Brustgeschirr, wenn er sich vor ihnen positioniert und nach hinten weg zieht - das Brustgeschirr rutscht dabei über den Kopf. Auf den beiden Beispielfotos am sitzenden Hund demonstriert, geht im Ernstfall alles viel schneller und ein stehender mit aller Kraft nach hinten und von Ihnen weg ziehender Hund ist bereits frei ! Wir empfehlen darum sog. Sicherheitsgeschirre (siehe unten) und für die Gewöhnungszeit eines Hundes an seine neue Umgebung und seine neuen Bezugsperson(en) bei der Doppelsicherung ein Zughalsband (bedingter Zug), das sich fest um den Hals des Hundes schließt, wenn er versucht zu entkommen (natürlich kein Kettenwürger oder Stachelhalsband!) Selbstverständlich ist es für den Hund mehr als unangenehm, eine Weile kaum noch Luft zu bekommen, dennoch - wenn ihn das für die Minuten der Panik und bis Sie ihn wieder fest im Griff haben, vor Schlimmerem bewahren, vielleicht sogar sein Leben retten kann ? Achten Sie grundsätzlich auf guten Sitz : Ein Geschirr ist dann passend angelegt, wenn Sie noch gerade (knapp) einen Fingerbreit unter die Gurte kommen ! Ein paar Anmerkungen noch zu gerade aus dem Ausland angekommenen Hunden, die Sie möglicherweise direkt vom Flughafen abgeholt haben und während des Fluges - egal wie lange er dauerte - noch keine Möglichkeit hatten, sich zu lösen (Urin und Kot abzusetzen). Man neigt als Mensch zu dem Gedanken, dass jeder Hund, der so lange "eingehalten" hat, doch unbedingt müssen muss. Aus Erfahrung wissen wir jedoch, dass das nicht immer der Fall ist und es bis zu 36 Stunden dauern kann, bis ein Hund sich in neuer Umgebung löst, ohne dass er dadurch gesundheitlichen Schaden nimmt. Allzu oft entlaufen frisch eingetroffene Hunde aufgrund dieses Gedankens. Man meint es gut und läuft mit dem Hund durch eine ihm fremde Gegend, er hat sein neues Zuhause oder seine Pflegestelle noch gar nicht kennen gelernt, erschreckt sich unterwegs und ist weg ! Wenn Sie Zuhause oder auf der Pflegestelle einen gesicherten Garten haben, nehmen Sie Ihren neuen Schützling bis dorthin mit und drehen dort ihre "Pippirunden". Doch selbst ein "Malheur" in Haus und Wohnung ist am Ende besser als ein entlaufener - möglicherweise für immer verlorener Hund !
Grundsätzlich möchten wir noch gern daran erinnern, dass es besonders für Hunde, die an der Leine ziehen oder ab und zu dazu neigen, nach vorn zu preschen oder zu springen, aus gesundheitlichen Gründen (Kehlkopf- Hals/Nacken- und Wirbelsäuleschäden) empfehlenswerter ist, sie mit Geschirr zu führen. Als besonders ausbruchsicher (z.B. für Hunde mit Jagdtrieb) haben sich dabei aus eigener Erfahrung und Praxis sog. Sicherheitsgeschirre erwiesen, z.B. das "Webmaster Harness" von Ruffwear oder als Alternative eine entsprechende Ausführung von Blaire - aber dennoch : Totz aller Bemühungen der Herstellerfirmen um Sicherheit und Festigkeit der verwendeten Materialien, überprüfen Sie bitte von Zeit zu Zeit Karabinerhaken, Sicherungsringe und Nähte der Halsbänder, Geschirre und Leinen auf Materialermüdung !
Eine weitere Alternative (ohne Clickschnellverschluss) sind die Geschirre im Shop von Sollte es jedoch trotz aller Sicherheitsmaßnahmen passieren, vermeiden sie möglichst eine Suchaktion, bei der eine ganze Gruppe dem Hund fremder Menschen versucht, ihn einzukreisen und zu fangen. Diese Vorgehensweise kommt fast einer "Treibjagd" gleich, die den Hund in noch mehr Panik versetzen und noch weiter weg flüchten lassen könnte. Lesen Sie bitte dazu die Informationen auf der Internetpräsenz von Frank Weisskirchen Hund entlaufen, der Ihnen im Fall der Fälle mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Informieren Sie möglichst auch Förster, Jäger, Tierärzte und Tierheime im Umkreis über den entlaufenen Hund ! Zusätzlich empfehlen wir, falls das noch nicht geschehen ist, dringend die Registrierung Ihrer Tiere bei |
|---|