Die Auffangstation

Übersicht Kanarische Inseln

Gran Canaria (Satellitenbild)

Fläche 1'560 km²

Einwohner 2010 etwa 850 000

Hauptstadt Las Palmas

Amtssprache Spanisch

Währung Euro (EUR)

Gran Canaria, nach Teneriffa und Fuerteventura drittgrößte Insel der Kanaren, besteht aus 21 Gemeinden.

19 dieser Gemeinden nutzen die "Albergue Insular de Animales" als vorläufige Endstation für ungewollte Tiere, viele von ihnen sterben dort.

Je nach Abkommen mit der jeweiligen Gemeinde bringen Hundefänger täglich, 3 x wöchentlich, wöchentlich, alle 14 Tage oder 1 x im Monat die eingefangenen Vierbeiner, oftmals vernachlässigte, alte, kranke, verletzte und misshandelte, traumatisierte Tiere !

Doch in der Auffangstation leben auch Affen, die aus einer Beschlagnahme der zuständigen Abteilung der SEPRONA (örtliche Polizei) stammen. Man hatte versucht, diese Affen über die Grenze zu schmuggeln. Da sie nicht vermittelbar sind und "Eigentum" der SEPRONA bleiben, ist die Station notgedrungen ihr Zuhause auf Lebenszeit.

Bis vor wenigen Jahren entsprach auch die Auffangstation auf Gran Canaria noch einer der in Spanien weit verbreiteten "Perreras", ausschließlich Tötungsstationen, in denen alle Tiere nach einer kurzen "Galgenfrist", eingeschläfert werden. Auf der Insel waren es etwa 50-70 Hunde wöchentlich.

Doch glücklicherweise hat sich hier wie auch auf dem Festland die Vorgehensweise geändert, oft auf Initiative von Tierschützern, die sich vor Ort engagieren. Manche der ehemaligen Perreras auf dem Festland schläfern gar keine Tiere mehr ein, doch auf den Inseln ist die Euthanasie überzähliger und unvermittelbarer Tiere oft und nach wie vor per Gesetz vorgeschrieben. Es gibt leider einfach zu viele von ihnen !

Auf Gran Canaria wurde ein Teil der Auffangstation in ein Tierheim umgewandelt und eingerichtet. Die Tiere, die in diesem Teil leben dürfen, sind vor einer Euthansie sicher. Hunde, die weniger Glück haben, etwa 20-30 Tiere wöchentlich, werden immer Mittwochs und meist nach einer Frist von 21 Tagen eingeschläfert. Meist sind es bissige, dunkel fellfarbige und große Hunde, die als unvermittelbar gelten. Auch abgeschobene, junge wie alte Podencos und andere ausgediente Jagdhunde sind dabei. Doch besonders sog. "Kampfhunde", die es auch auf den Inseln gibt, sind chancenlos, wenn sich nicht ein Halter findet, der über die in wenigen Fällen erhältliche Sondergenehmigung verfügt und die Auflagen zur Haltung solcher Hunde erfüllen kann.

 

 

 

Abhängig von der Aufnahmekapazität versuchen heute alle Mitarbeiter und Helfer der Auffangstation, die Tiere so lange wie möglich am Leben zu erhalten und neue Familien/Halter für sie zu finden.

Zum Teil leben ganze Hundefamilien in den Zwingern !

Nach der Aufnahme werden die Neuankömmlinge versorgt, registriert und geimpft und in den kleinen Zwingern (Jaulas) untergebracht.

Alle Zwinger sind teilüberdacht und spenden Schatten wie Schutz vor Regen.

Aufteilung der Jaulas

kleine Rüden kleine Hündinnen

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mittgroße Rüden mittelgroße Hündinnen

 

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große Rüden große Hündinnen

 

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Stoßen die Aufnahmezahlen jedoch an ihre Grenze, entscheiden die zuständigen Tierärzte, welche Hunde eingeschläfert werden oder welche in die sicheren großen Zwinger (Corrales) umziehen dürfen:

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große Hündinnen





C05

mittelgroße Hündinnen

C04

kleine Hündinnen

C03

kleine Rüden

C02

mittelgroße Rüden

C01

große Rüden











Weil alle Tiere in sämtlichen Zwingern Wasser und Futter vorfinden, kommt es glücklicherweise selten zu Beissereien. Dennoch gibt es sie, zum Teil so heftig, dass Hunde schwere Verletzungen und Traumata erleiden. Manche erliegen ihren bösen und tödlichen Verletzungen (wir zeigen bewußt keine furchtbaren Bilder von schwer verletzten Tieren, doch die Realität ist bitter und schwer zu verkraften).

In den meisten Fällen entstehen diese nicht immer vermeidbaren Probleme, wenn neue Hunde zu bereits integrierten Hunden in die Zwinger umgesetzt werden, die Gruppe sich also neu ordnen muss. Als provokant und auf Streit ausgerichtet ermittelte Hunde werden separiert und haben leider keine Chance mehr auf Vermittlung.

Der zum Tierheim umgebaute Teil der Auffangstation verfügt über weitere vier große Zwinger für kastrierte Hunde, die von ihren Besitzern abgeholt werden und für die Tiere, die über ARYCAN vermittelt werden sowie eine Krankenstation für Hunde.

Zwei Räume des separaten Katzenbereichs dienen als Katzenkrankenzimmer.

Katzenkrankenzimmer

Abgesehen von einer Chance auf Vermittlung für ungewollte Tiere, gehören die Fälle zu den glücklichsten, in denen anhand eines vorhandenen Chips, Halter von Hunden ermittelt werden können, die sich darüber freuen, ihr geliebtes Tier wieder in die Arme schließen zu können.

In der Auffangstation auf Gran Canaria leben durchschnittlich etwa 200 bis 300 Hunde sowie 80 bis 120 Katzen.


Diese Tiere brauchen unsere Hilfe !